In mehr als drei Jahrzehnten wurden die Meraner Musikwochen – als Premiumfestival für Genießer – zu einem hochkarätigen und genreübergreifenden Musikevent ausgebaut. Der Konzertkalender mit den Reihen classic, barocco, colours of music, matinée classique und vox humana belegt auch in diesem Jahr den exklusiven Rang des südtirol classic festivals, das zu den Highlights in der internationalen Klassik-Landschaft gehört.

 

Die Welt musiziert in Meran – und das ist nicht selbstverständlich. Aber die Kur- und Thermenstadt an der Passer hat eben einiges zu bieten. Neben einer mediterranen Vegetation und einer alpinen Bergwelt sind das Aufführungsorte, die man nicht überall findet: so der Kursaal im Wiener Jugendstil oder der Rittersaal auf Schloss Tirol, das Stadttheater, der Pavillon des Fleurs, das Palais Mamming, die Schlossanlage Schenna und die Pfarrkirche in Niederlana mit ihrem Schnatterbeck-Altar, der zu den bedeutendsten Kunstschätzen der Südtiroler Spätgotik gehört.

 

Ein Konzertbesuch lohnt sich also auf jeden Fall. Im Mittelpunkt des Mehrspartenfestivals steht wieder das sinfonische Programm (classic): Das Baltic Sea Philharmonic eröffnet das Festival am 23. August unter Kristjan Järvi mit dem russischen „Wunderkind“ Alexander Malofeev (Klavier) als Solisten. Es folgen dann das Asian Youth Orchestra unter James Judd (Pianist: Gerhard Oppitz), die Academy of St. Martin in the Fields mit Daniel Hope als Dirigenten und Solisten, der Dirigent Teodor Currentzis – ein Rebell der internationalen Klassik-Szene – mit seinem Orchester MusicAeterna, das NDR-Elbphilharmonie Orchester Hamburg unter Juraj Valcuha, das Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Rafael Payare (Solistin: Patricia Kopatchinskaja) sowie das Philharmonia Orchestra London unter Esa-Pekka Salonen.

 

Wie gesagt: Das sinfonische Programm ist das Herzstück der Meraner Musikwochen. Aber auch die übrigen Konzertreihen sind hervorragend besetzt. Ein Schwerpunkt der 32. Ausgabe des südtirol classic festivals ist die Barockmusik mit dem Violinisten Kristóf Baráti, der Titular-Organistin in der Elbphilharmonie in Hamburg, Iveta Apkalna, der Sopranistin Simone Kermes, die im Kursaal ihr musikalisches Projekt „Love“ präsentiert und sich dabei vom italienischen Barockensemble Kermes e Amici Veneziani begleiten lässt und dem Ensemble 4 Times Baroque.

Das Nachtkonzert mit Ute Lemper („Last Tango in Berlin“) führt das Publikum in das Berlin der Weimarer Republik über Paris bis nach Buenos Aires, und Hannelore Elsner wird eine poetisch-musikalische Zeitreise durch die Jahrhunderte vornehmen. Die 32. Meraner Musikwochen bieten wieder einmal sehr viel – und zwar nicht nur für Klassikfans.

 

www.meranofestival.com